Der Ausschuss „Psychotherapie in Institutionen“ vertritt die Interessen der Kammermitglieder, die in einem Beschäftigungsverhältnis als Angestellte oder Beamte stehen.
Deren berufliche Situation ist dadurch gekennzeichnet, dass sich das Psychotherapeutengesetz und die daraus abgeleiteten sozialrechtlichen Bestimmungen auf die Tätigkeit von Niedergelassenen in freier Praxis konzentriert hat und in Institutionen tätige Angehörige unserer Berufsgruppe so gut wie gar nicht berücksichtigt. Von daher tauchen unsere Berufe bisher kaum in Stellenplänen auf und sind in Tarifverträgen bisher nicht aufgeführt.
Die Anerkennung und Etablierung unserer Berufe in Kliniken, Beratungsstellen und weiteren institutionellen Bereichen muss vielfach erst noch erreicht und erkämpft werden. Dazu bedarf es vielfältiger und oft langfristiger Initiativen auf Länder- und Bundesebene und eines beständigen Einbringens unserer Anliegen in die entsprechenden Gremien unserer Kammer.
Psychotherapie in Institutionen bedeutet, sich flexibel auf sehr unterschiedliche Erfordernisse von Situation und Klientel einzustellen, in Teams mit anderen Berufsgruppen zusammenzuarbeiten und die erlernten psychotherapeutischen Verfahren entsprechend zu modifizieren, weiterzuentwickeln und sich Neues anzueignen. Unsere Berufe stehen zugleich für eine fundierte psychotherapeutische Kultur, eine psychotherapeutische Durchdringung der institutionellen Arbeit und damit auch gegen Tendenzen, z.B. das ausführliche Gespräch durch eine Medikamentenvergabe oder ein paar aufmunternde Worte und Ratschläge zu ersetzen.
Der PTI-Ausschuss tagt etwa sechsmal jährlich und hat sich bisher mit einer Vielzahl von Themen und Fragen beschäftigt. Beispielhaft seien einige wichtige Arbeitsschwerpunkte genannt:
- | Beratung und Unterstützung von Kammermitgliedern bei verschiedenen Problemen am Arbeitsplatz. Unterstützung eines Ausschussmitglieds bei einem Arbeitsgerichtsverfahren um das Recht auf Führung der Berufsbezeichnung. |
| - | Vorbereitung und Durchführung angestelltenspezifischer Foren auf den Psychotherapeutentagen und eines Angestelltentags. |
- | Beteiligung an den Auseinandersetzungen um den Stellenwert der Psychotherapie in der Erziehungsberatung |
- | Durchführung einer ausführlichen Mitgliederbefragung. |
Detaillierte Berichte zu den bisherigen Aktivitäten des Ausschusses finden Sie hier:
Bericht zur Delegiertenversammlung 19.06.2004
Bericht zur Delegiertenversammlung 05.11.2005
Bericht zur Delegiertenversammlung 01.05.2007
Bericht zur Delegiertenversammlung 02./03.11.2007
Die Zielvorstellungen und voraussichtlichen Arbeitsschwerpunkte des Ausschusses für die jetzige Wahlperiode von 2006 bis 2011 sind unter diesem Link zusammengefasst: Zehn Ziele des Ausschusses
Mitglieder des Ausschusses Psychotherapie in Institutionen (PTI):
Ralph Wohlfarth (Vorsitzender)
Sarah Fanter
Matthias Heitmann
Britta Mai
Konstanze Mathieu-Baur
Renate Maurer-Hein
Sabine Wald