Gutenbergplatz 1
65187 Wiesbaden
Tel.: 0611-53168 0
Fax 0611-53168 29
Landeskammer für
Psychologische Psychotherapeutinnen und -therapeuten und
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und -therapeuten
in Hessen

Gedankenaustausch mit Hessischen Aus- und Weiterbildungsinstituten für Systemische Therapie am 15.7.09


Nach der Anerkennung der Systemischen Therapie/Familientherapie als Vertiefungsverfahren für die Ausbildung zum PP/KJP im Dezember 2008 durch den WBP hatten sich einzelne Institute mit der Bitte um Beratung an die Kammer gewandt. Die Kammer lud daraufhin die 13 hessischen, von den Dachverbänden DGSF und SG anerkannten, Ausbildungsinstitute zu einem gemeinsamen Gespräch in die GS nach Wiesbaden. Der Einladung folgten Institutsleiterinnen und –leiter von 5 Ausbildungsinstituten. Sie machten zu Beginn deutlich, dass ihre Institute schon mehrere Generationen Systemischer Therapeuten ausgebildet haben, z.T. schon seit über 30 Jahren bestehen und mit zu den Pionieren der Familientherapie in Deutschland gehören. Obwohl sie kapazitätsmässig durch eine anhaltend große Nachfrage - v.a. aus dem Bereich der Jugendhilfe – ausgelastet seien, erwarteten sie sich nähere Auskunft darüber, ob es sinnvoll sei, in der nächsten Zeit einen Approbationsausbildungsgang für PP oder KJP aufzubauen, auch wenn der Zeitpunkt einer Entscheidung über die sozialrechtliche Zulassung noch nicht absehbar sei. Frau Cramer-Düncher stellte anhand der Erfahrungen mit der Zulassung des ersten GT-Institutes in Hessen die damit verbundenen, erheblichen Schwierigkeiten dar. Anschliessend ging es um die Weiterbildung in ST/FT für die bereits in anderen Verfahren approbierten Psychotherapeuten. Herr Merz skizzierte den Verlauf der Weiterbildungsdiskussion auf Bundes- und Landesebene und lud die Anwesenden zur öffentlichen Vorveranstaltung zur Herbst-DV zum Thema „Weiterentwicklung der hess. WBO“ am 30.10. nach Bad Nauheim ein. Zum Schluss wurde seitens der Kammer noch einmal betont, dass die Systemische Therapie von Beginn an ein heilkundliches Verfahren gewesen sei, welches seinerzeit innovative Konzepte der Behandlung von Magersüchtigen und chronisch schizophren Erkrankten entwickelt habe und dass es jetzt wichtig sei, dass sich die Institute an der Aus- und Weiterbildung von approbierten Psychotherapeuten beteiligten.




Top