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Landeskammer für
Psychologische Psychotherapeutinnen und -therapeuten und
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und -therapeuten
in Hessen

Bericht von der 6. DV der 2. Wahlperiode

Am 7./8. November 2008 tagte die Delegiertenversammlung der Kammer in Offenbach am Main. Eingangs fand ein mehrstündiges Plenum zu dem Thema „Kooperation der verschiedenen psychotherapeutischen Strömungen in der Kammer“ statt. Vertreter der in der DV vertretenen Listen brachten eine große Vielfalt an Gedanken in die Diskussion ein, teils mit stärker fachlichem, teils mit stärker berufs- und kammerpolitischem Bezug, teils sehr konkret, teils aber auch mit hohem Abstraktionsniveau. Ein echtes Resümee konnte nicht gezogen werden; es besteht die Absicht, zu einem späteren Zeitpunkt mit Fokus auf einer begrenzten Anzahl zentraler Fragestellungen weiter zu diskutieren.

Die Finanzthemen der Tagesordnung waren eine Änderung der Aufwandsentschädigungsord-nung, die Verabschiedung des Haushaltsplans für 2009 und die Änderung der Beitragsordnung. Nachdem die Höhe der Aufwandsentschädigungen für die ehrenamtlich Tätigen seit Kammergründung nahezu unverändert war, befürwortete eine große Mehrheit der Delegierten den Vorschlag von Finanzausschuss und Vorstand, die Entschädigungen ab Anfang 2009 um 5% anzuheben. Der besonders hohe Zeiteinsatz von Präsident und Vizepräsident wurde mit einer leicht darüber liegenden Erhöhung gewürdigt. Angesichts einer Erhöhung der Lebenshaltungskosten um etwa 8% in dem Vergleichszeitraum und steigenden Einkommen von Niedergelassenen und Angestellten wurde die Anpassung von den beantragenden Gremien als angemessen erachtet.

Einstimmig (bei wenigen Enthaltungen) verabschiedete die Delegiertenversammlung den Haushalt 2009. Bei gleich bleibender Beitragshöhe ist der Haushalt defizitär angelegt, wodurch zum Ausgleich ein Rückgriff auf die Rücklage erforderlich wird. Der Haushaltsplan kann auf der Homepage im Mitgliederbereich eingesehen werden.

Beim Beitrag entlastet werden Berufsanfänger nach Erhalt der Approbation. Sie sind –wie bis-her- im Jahr der Approbation beitragsfrei; neu ist eine Minderung der Beitragspflicht in den beiden Folgejahren auf den Mindestbeitrag. Weiterhin wird das Beitragserhebungsverfahren gestrafft, indem die Option der vorläufigen Einstufung durch eine Erweiterung der Möglichkeiten zur Schätzung entbehrlich wird. Die Geschäftsstelle wird im Zuge der Aussendung der Beitragsunterlagen ausführlich informieren.

Weitere Schwerpunkte lagen bei der Berufsordnung und der Wahlordnung für die Delegiertenversammlung. Bei beiden Ordnungen erfolgte eine erste Lesung. Der Ausschuss für Ethik und Berufsordnung legte einen Entwurf für die Aktualisierung der Berufsordnung vor, der –bei Beibehaltung weniger eigener Akzente- eine weitgehende Angleichung an die Musterberufsordnung der Bundespsychotherapeutenkammer vorsieht. Die Verabschiedung ist für die Delegiertenversammlung Ende April 2009 vorgesehen.

Dann soll auch eine Wahlordnung verabschiedet werden. Das wird notwendig, weil das Heilberufsgesetz die Kompetenz hierfür den Kammern übertragen hat und damit der ministeriellen Wahlordnung die Rechtsgrundlage entzog. Eine Kommission der Delegiertenversammlung legte einen ersten Entwurf vor, in den auch Anregungen der Wahlleiter der Delegiertenwahl 2006 eingegangen sind. Darüber hinaus arbeitete sie einige Alternativüberlegungen aus, was Gelegen-heit zu einer Reihe von Richtungsentscheidungen für die weitere Präzisierung gab.

Die Delegiertenversammlung befasste sich darüber hinaus mit den Themen Aus-, Fort- und Weiterbildung, änderte die Satzung in zwei Punkten und verabschiedete eine Geschäftsordnung, die für ihre eigenen Beratungen gilt.

Als Nachfolgerin für Herrn Jörg Hein im Vorsitz des Ausschuss Wissenschaft und Forschung wählte die DV Frau Dr. Hildegard Felder.

Abschließend fasste die DV Beschluss über zwei Resolutionen, die wir ebenfalls auf der Homepage dokumentieren:

Sie fordert einen sozialpolitischen Richtungswechsel, indem die Förderung der Erziehungsberatung durch das Land wieder aufgenommen wird. Hierin weiß sie sich mit dem Vorstand der Landesarbeitsgemeinschaft Erziehungsberatung und den Sozialverbänden einig.

In einer weiteren Resolution werden gemeinsame Positionen zur Zukunft der Berufe PP und KJP festgehalten, insbesondere die Notwendigkeit einer wissenschaftlichen Qualifikation auch für den Zugang zur KJP-Ausbildung, wie sie nur ein Masterabschluss vermitteln kann.




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